Gottes Liebe sprengt Grenzen
Was ist rein, was ist unrein?
Diese Frage steht im Zentrum von Apostelgeschichte 10 – und sie trifft mitten in unsere Zeit.
Die Begegnung von Petrus und Kornelius erzählt von einem Gott,
der sich nicht an religiöse, kulturelle oder geistliche Grenzen hält.
Kornelius ist kein Jude – und doch einer, dessen Herz Gott längst kennt.
Petrus ist fromm, betend, voller Geist – und muss dennoch lernen,
dass Gottes Reich größer ist als sein bisheriges Weltbild.
Das Tuch, das Petrus dreimal vom Himmel herabkommen sieht,
ist kein Kochbuch, sondern ein Perspektivwechsel:
Was Gott gereinigt hat, soll der Mensch nicht unrein nennen.
Es geht nicht zuerst um Speisegebote – es geht um Menschen.
Um Nähe.
Um Begegnung.
Um die Bereitschaft, Schwellen zu überschreiten.
Diese Geschichte fragt auch uns:
Wen lassen wir an uns heran?
Wo haben wir Grenzen gezogen – aus Angst, aus Gewohnheit, aus Frömmigkeit?
Und dürfen wir Gott zutrauen, unser Denken, unseren Glauben und unseren Alltag zu stören?
Gottesfurcht zeigt sich hier nicht als Angst, sondern als Ehrfurcht: als Anerkennung, dass Gott Gott ist.
Und dass sein Handeln größer ist als unser Verstehen.
Am Ende geschieht das Unerwartete:
Noch während Petrus spricht, fällt der Heilige Geist auf alle.
Zuerst der Geist – dann die Taufe.
Gott wartet nicht auf perfekte Voraussetzungen.
Er handelt dort, wo Herzen offen sind.
Diese Predigt lädt ein,
unsere inneren und äußeren Schwellen überquerbar zu machen.
Als Menschen.
Als Gemeinde.
Als Orte des Gebets und der Hoffnung.
Denn Gottes Liebe sprengt Grenzen –
damit Leben Raum bekommt.
Komm sei dabei! am 25.01.

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